Beschreibung
Lost Places Leipzig Verborgene Welten (deutsch/englisch)
Marc Mielzarjewicz
2. Auflage
160 S., geb., s/w-Fotografien
ISBN 978-3-89812-651-9
Der Bildband entführt in das Reich der Leipziger Ruinenwelten, an Orte, die sich heute schon fast mystisch dem Auge des Betrachters entziehen ? in verborgene Welten. Mit dem Beginn der Industrialisierung haben diese Bauten maßgeblich das Stadtbild mit ihrer wunderschönen und raumgreifenden Architektur geprägt, heute warten sie auf Investoren, befinden sich im Umbau oder fristen als Spekulationsobjekt ihr Dasein.
Von Marc Mielzarjewicz in ästhetischem Schwarz-Weiß eingefangen und durch eine wirkungsvolle Lichtregie zu neuem, düsterem Leben erweckt, offenbaren sie ihre einstige Schönheit, die ihnen selbst der Verfall nicht zu nehmen vermag.
Der Fotograf
Marc Mielzarjewicz, geb. 1971 in Halle, Studium der Wirtschaftswissenschaften. Mielzarjewicz fotografiert seit Mitte der 80er Jahre mit Schwerpunkt Architektur- und Detailfotografie, marode (Industrie-)Architektur, Ausstellungen zum Thema Industrieromantik (www.marodes.de). Er lebt heute in Halle und arbeitet in Leipzig.
Pressestimmen
»Ein ästhetischer Genuss für Freunde des Morbiden - Marc Mielzarjewicz hat das architektonische Siechtum der einst imposanten Bauwerke festgehalten und dokumentiert den langsamen Abschied von Industrialisierungsbauten. Er spielt geschickt mit Licht, Schatten und Formen, so kommen allerlei Akzente zur Geltung. Da einige Gebäude bereits modernisiert oder abgerissen sein dürften, avanciert sein 159 Seiten starker Bildband Lost Places Leipzig zum Zeitzeugen eines unwiderruflich verlorenen Stückes Vergangenheit. Sehr empfehlenswert.«
genussmaenner.de, 6. Oktober 2010
»Fotograf Marc Mielzarjewicz hat in einem Spiel aus Schatten und Licht traumhafte Schwarz-Weiß-Bilder geschossen, die die Schönheit des Verfalls offenlegen und eine beinahe mystische Stimmung erzeugen. Dazu werden die Geschichten der stillgelegten Gemäuer skizziert. Ein Bildband für Romantiker, die alte Gemäuer lieben.«
Leipziger Volkszeitung (Magazin), 15. Januar 2010
»Mielzarjewicz' eindrücklicher Bildband bietet ins Künstlerische überhöhte Dokumentarfotografien.«
Mitteldeutsche Zeitung, 16. Januar 2010
»Die Fotos, ohne jegliches Kunstlicht aufgenommen, sind unbestechliche Zeugen. Ob abgeblätterte Türen, umgelegte Schalter, Rohre, Leitungen, selbst geöffnete Spindtüren - sie lassen einen einst funktionierenden Organismus ahnen, der von Menschen in Gang gehalten wurde. Die Gründe für den Verfall sind vielfältig. Nicht zu übersehen ist, dass die meisten Areale seit der Wende einem ungewissen Schicksal entgegen dämmern. Die bestechend scharfen Fotos, die keiner Bildunterschrift bedürfen, werden dann die letzten, einzigen Zeugen der Erinnerung sein.«
Ostthüringer Zeitung, 26. Februar 2010
»Er sucht sie und er findet sie überall im Land: die verlorenen Orte, die 'Lost Places'. Der 1971 in Halle geborene Marc Mielzarjewicz hat sie auch in Leipzig gefunden und fotografiert. Man hört die Bretter knirschen und den Wind durch die Gemäuer pfeifen. Und dann das Klicken des Auslösers. Denn während andere Fotografen lieber die 'Romantik der Verfalls' einfangen und die leeren Gemäuer lieber aus sicherer Distanz ablichten, geht Mielzarjewicz hinein, lässt sich die für gewöhnlich mit dicken Schlössern verhängten Tore und Türen öffnen und steigt die Treppen und Stiegen rauf und runter, auf denen oft genug vor 20 Jahren die letzte Betriebsamkeit herrschte. Mielzarjewicz sucht natürlich nicht den 'objektiven Blickwinkel'. Er lässt das von außen einfallende Licht wirken, rückt die rustikalen Details der verlassenen Orte möglichst wirkungsvoll ins Bild. Ob es verlassene Getreidespeicher sind, leere Labors oder der verglaste Lichthof der Maschinenfabrik Philipp Swiderski in Plagwitz ? die Orte sind nicht tot, weil sie verlassen sind. Sie sind nur still. Und man kann sich gut vorstellen, dass mancher Architekt hier verzweifelt, weil er sieht, welche Möglichkeiten diese Orte bieten. In jedem 'lost' steckt also auch ein 'found'.«
Leipziger Internetzeitung, 28. Februar 2010
»Rathaus, Thomaskirche, Auerbachs Keller ? die hier versammelten Schwarz-Weiß-Fotografien von Marc Mielzarjewicz zeigen eine andere Seite Leipzigs, eine verborgene, vielleicht eine vergessene, eine, die selbst Leipziger kaum kennen. In diesem klar gestalteten Band finden künstlerisches Schaffen und fundiertes Wissen zusammen: kurze einführende Texte von Stefan W. Krieg, Architekturhistoriker und Denkmalpfleger in Leipzig, sind jeder Bilderfolge vorangestellt. Ein Bildband, der eine gelungene Verbindung von Architektur, (Stadt-) Geschichte und künstlerischer Fotografie eindrucksvoll vor Augen führt.«
Kunststoff. Das Kulturmagazin aus Mitteldeutschland, April/Mai/Juni 2010
»Ob in der Drahtseilbahnfabrik Adolf Bleichert, im Proviantamt mit Heeresbäckerei, der Maschinenfabrik Paul Swiderski oder im Stadtbad ? überall entstanden einzigartige Aufnahmen, die auch noch im Verfall eine ungeheure Faszination ausstrahlen.«
Leipziger Volkszeitung, 9. April 2010
»Marc Mielzarjewicz hat einen wundervollen Bildband zusammengestellt. Einer aus einer Serie von drei zum Thema lost places, die man sich alle besorgen sollte.«
fixpoetry.com
»In einer ganz eigenartigen Schönheit zeigen die Schwarz-Weiß-Fotos von Marc Mielzarjewicz Architektur- und Industriefotografie. Keine modernen, aufstrebenden Gebäude, die für die Zukunft errichtet wurden, sondern namhafte Orte. Von einigen wird später nur noch aus Archiven Wissenswertes zu erfahren sein. Auf ihre Weise sind die beiden Bücher als Zeitdokumente eine Fundgrube für alle an Stadtgeschichte Interessierten, aber ebenso für Liebhaber von Schwarz-Weiß-Fotos, die inhaltlich mehr erwarten, als das ein Bild im landläufigen Sinne schön anzusehen ist. Das Buch wird sich dem flüchtigen Betrachter beim eiligen Umblättern nicht erschließen. Sie sind eine Aufforderung, sich Zeit zu nehmen auf dem Weg in die Vergangenheit. Nichts wird verklärt; alles ist so, wie es ist: marode, kaputt, unwiederbringlich. Realistisch sind sie in ihrer Darstellung, mit einem beneidenswerten Blick fürs Detail.«
eic-life.de, 17. Juli 2010
»Die Herangehensweise von Marc Mielzarjewicz ist von nachhaltiger Besonnenheit und Achtsamkeit geleitet. Trotz der Schwarz-Weiß-Technik und trotz des Fehlens von Menschen kommt jedoch niemals Monotonie auf. Die Fotos erzählen aber auch Geschichten, denn es gibt zu diesen festgehaltenen Situationen stets ein Vorher, das bei vielen alten Leipzigern sicher Erinnerungen wachrufen wird.«
KiPPE - Die Leipziger Straßenzeitung








